Sonntag, 13. April 2014

Meine Urlaubsreise

Insgesamt 22 Tag war es mir gegönnt durch das traumhafte Peru zu reisen. Ungefähr 1880 Kilometer in Reisebussen - oder Fahrzeuge, die es zumindest mal waren -, 17 Stunden auf Schiffen, zwei Stunden im Auto und eineinhalb Stunden im Flugzeug habe ich alleine benötigt, um von einer Stadt/Dorf ins nächste zu kommen. Hinzu kommen unzählige Stunden in Mini-Bussen und auf dem Kanu, ohne die die einzelnen Touren unmöglich wären. 
So führte mich meine Reise von Lima in die Anden-Stadt Huaraz, wo mich bei einer Wanderung auf fast 5000 Meter die Höhenkrankheit heimsuchte. Weiter ging es nach Cajamarca, das von meinem Reiseführer auch als das Allgäu Perus genannt wird. Die nächste Station hieß Chachapoyas, in dessen Nähe ich zum dritthöchsten Wasserfall der Welt wanderte und in einer spontanen Aktion in ihm schwimmen ging, sowie eine Burgruine besichtigte. 
Von Yurimaguas, mein nächster Halt, wo ich in einem, aufgrund der Regenzeit leicht überflutetem Hotel übernachtete, ging es mit einem Handelsschiff weiter ins Regenwald-Dorf Lagunas. Dort startete ich meine viertägige Urwaldtour, in der ich etliche Tiere zu Gesicht bekam. In dieser Zeit schlief ich in dem ganz einfachen Holzstelzenhaus meines Guides, das Ausgangspunkt für unsere Kanu-Expeditionstouren war. Letzte Station war Tarapoto, von wo aus es mit dem Flugzeug zurück nach Lima ging. 







































Samstag, 8. März 2014

Zwischenseminar im Regenwald

Halbzeitpause. Als Team verlassen wir die Spielfläche und ziehen uns zurück. Wir analysieren gemeinsam und alleine die erste Hälfte und besprechen unser Vorgehen für den zweiten Durchgang. Mit anderen Worten: Wir haben unser einwöchiges Zwischenseminar.
Mit dem Bus geht es über die Anden. Es ist Nacht und wir sehen nichts von der vermutlich tollen Bergkulisse. Ich spüre nur den Druck auf den Ohren. Am nächsten Morgen sind wir dann fast da. Nur noch eine Flussüberquerung mit einem etwas abenteuerlichen Verkehrsmittel. Dann sind wir da. In einem Camp mitten im Regenwald. Zur Anlage gehört eine Schwimmsee mit Insel sowie eine wunderschöner Blick auf die saftig grünen Berge.
An dem Seminar, welches von unseren deutschen Ansprechpartnern gehalten wird, nehmen auch deutsche Peru-Volontäre anderer christlicher Organisationen sowie drei Kolumbien-Volontäre der CVJM AG teil. Wir reflektieren das erste halbe Jahr und blicken auf das noch kommende. Wir setzten uns mit unseren geistigen Gaben auseinander und seilen uns in einem Wasserfall ab. In der Freizeit gehe ich schwimmen und starte  spontane Wander- und Klettertouren mit ein paar anderen Volontären in den Bergen rund um unser Camp.


Ganz beeindruckend ist für mich auch der Tag der Stille. Ich ziehe mich für mehrere Stunden mit einer Hängematte in den Regenwald zurück. Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit habe ich richtig Zeit und Ruhe für meine Gedanken, Gebet und Bibel lesen.
An einem freien Nachmittag gehen wir in ein nahe gelegenes Waisenhaus und machen mit den Jungs Programm.
Insgesamt nehme ich viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen mit zurück nach Lima. 
Jetzt habe ich erst mal für drei Wochen Ferien und reise durch Peru. 





Dienstag, 25. Februar 2014

Sommerprogramm Teil II - CVJM-Strand

Sommer, Sonne, Strand und Me(e/h)r - das beschreibt meinen Februar-Stundenplan sehr gut. Denn: Mein derzeitiger Arbeitsort ist der CVJM-Strand. Hier finden fast durchgehend drei- bis viertägige Freizeiten für Kinder und Jugendliche statt. Die Arbeit ist eine ziemliche Maloche. Tage am Strand, das sind meist 19- oder 20-Stunden-Tage. Die Sonne brennt und ich habe bisher spätestens nach dem zweiten Tag - egal ob mit Sonnencreme oder Langarmshirt - irgendwo einen Sonnenbrand. Das großflächige Gelände ist steilküstenartig und besteht somit aus zwei Zonen: Oben und Unten. Unten, das ist der Sandstrand, von dem aus 192 Stufen nach oben, zu den Schlafstätten, dem Essenssaal, dem Feuerplatz und den Materialräumen führen. Teilnehmer und Material müssen oft mehrmals täglich von "oben" nach "unten" und wieder zurück. Am anstrengendsten für mich ist allerdings das permanente animieren und anfeuern von Kindergruppen bei so ziemlich allen Sachen. Ich bin halt einfach nicht der geborene Animateur. Letzteres sind dafür umso mehr die peruanischen Mitarbeiter. Es ist unglaublich, wie sie durch spontane Tanzeinlagen, Gesang, Witze und irgendwelche verrückten Aktionen ununterbrochen gute Laune versprühen und die Stimmung puschen. Wir Deutschen übernehmen dann eher den Part, dass wir uns mit ein paar wenigen Teilnehmern unterhalten und Beziehungen aufbauen – soweit, wie es innerhalb eines so kurzen Zeitraumes halt geht.
Das Programm besteht derweil meist aus einer Geschichte, die über die gesamte Freizeit erzählt wird. Einige der Mitarbeiter spielen dabei Charaktere aus der Geschichte und leiten so die verschiedenen Aktionen ein. Diese sind zum Beispiel Strand- oder normale Gemeinschaftsspiele, Lagerfeuer mit Tanz und Gesang, Schwimmen, Touren durch die zeitweise überfluteten Höhlen oder Sandboarding. 
 Etwas gewöhnungsbedürftig sind indes die Mitarbeiterbesprechungen, die am Abend vorher für beispielsweise um sieben Uhr angekündigt wurden. Ich stelle mir also meinen Wecker um 6:50 Uhr. Bleibe aber schlauerweise noch liegen, weil sich von den anderen auch noch keiner regt. Um 7:20 Uhr schlafen immer noch alle und ich beschließe, dies auch wieder zu tun. Um 7:45 Uhr stehen dann die ersten auf. Da es um 8 Uhr Frühstück gibt, ergibt sich das Problem, dass die Zeit für die Mitarbeiterbesprechung nun definitiv zu kurz ist. Aber dafür gibt es eine ganz einfache Lösung: Wir lassen die Mitarbeiterbesprechung ausfallen und improvisieren den Tag – was aufgrund der peruanischen Spontanität sehr gut funktionier. Für die künftigen Tage stelle ich mir keinen Wecker mehr.
 Schön an den Wochen am Strand ist auch, dass wir nach ein paar Tagen durcharbeiten am Strand mehrere Tage am Stück frei haben, so dass ich schon mal etwas Zeit zum Rumreisen hatte.
 Für die kommenden Tage steht unser sechstägiges Zwischenseminar an – die Hälfte meines Jahres habe ich bereits hinter mir - , ehe ich nach einer weiteren Woche Arbeit drei Wochen in den Urlaub fahre.